Rechtliche Hinweise

Wer mit einer Kamera sein Grundstück überwachen möchte, muss die Rechtslage im Überblick behalten, schnell macht man teure Fehler, wenn man das Filmrecht nicht beachtet. Begriffe wie "Recht am eigenen Bild" oder "Persönlichkeitsrecht" verwirren viele Anwender, und machen es ihnen schwer alle Regeln einzuhalten. Wir haben einen unverbindlichen Überblick für Sie erstellt, mit dessen Hilfe die richtige Anwendung kein Problem mehr für Sie darstellen sollte. Denn wenn Sie ohne Hintergedanken einfach Ihre Überwachungskamera falsch installieren, drohen Ihnen schnell Abmahnungen im 4-stelligen Bereich.  Erfahren Sie jetzt mehr!

Filmrecht: Wo und Was darf ich filmen ?

 

Grundsätzlich dürfen sie laut Filmrecht Ihr eigenes Grundstück filmen, und zwar nur dieses. Überwachung eines Grundstücks (Garten) FilmrechtDie Kamera darf Zuwege oder gemeinschaftlich genutzten Raum (z.B. Treppenhäuser) nicht aufzeichnen. Öffentliches Gelände, wie beispielsweise Straßen, dürfen ebenfalls nicht erfasst werden. Wenn Sie eine Kamera auf Ihrem Gelände platzieren, achten Sie darauf, dass die Kamera nicht mal einen kleinen Teil eines Nachbargartens oder anderer Grundstücke filmt. Bei einer Schwenkkamera sollte jede Schwenkposition dieses Kriterium erfüllen. Bedenken Sie: Durch den weitreichende Persönlichkeitsrechtsschutz beim Filmrecht reicht es aus, dass jemand den Verdacht hat von der Kamera gesehen zu werden, um gegen diese Vorzugehen. Achten Sie also darauf, dass der Kamera deutlich anzusehen ist, dass keine Fremdfläche abgefilmt wird.

Entscheiden ist nicht, was die Kamera tatsächlich sieht, sondern man muss auch äußerlich sehen, dass diese nicht fremdes Gelände abdeckt. Falls Ihre Kamera hoch hängt, muss sie in einem steileren Winkel auf Ihr Grundstück schauen, um Straßen und Zuwege nicht mit aufzunehmen. Da dies auch für Schwenkkameras gilt und dabei jede Position, sind viele Sicherheitskameras für den Außenbereich gar nicht mit solch einer Funktion ausgestattet. Dies kann dabei viel Ärger ersparen und kostet sogar weniger Geld in der Anschaffung. 

 

Wen darf ich filmen ?

Wir wissen nun, welchen Bereich unsere Kamera abdecken darf, aber gibt es im privaten Gelände Einschränkungen? Vorweg: Ja, die gibt es! Wer beispielsweise den Babysitter heimlich überwachen möchte, um sicherzustellen, dass der Nachwuchs sicher behütet ist, würde damit eine Straftat begehen. Auch die heimliche Überwachung der eigenen Kinder ist im Filmrecht unzulässig, denn der Schutz des allgemeinen
Persönlichkeitsrechts setzt nicht erst mit der Volljährigkeit ein. Möchten Sie ihre Kinder mit einer Überwachungskamera filmen, müssen diese Unterrichtet werden und haben die Möglichkeit der Überwachung zu widersprechen.


Babys und Haustiere dürfen gefilmt werden, andere Personen müssen über die Überwachung informiert werden. Im Regelfall reicht ein Hinweis-Schild, um über die Überwachung zu informieren, diese gibt es bereits für unter 15 Euro  (Preis auf Amazon prüfen). Einige von uns vorgestellten Kameras bieten diese Hinweisschilder im Lieferumfang an. Einfach so drauf losfilmen, können Sie also nicht und es ist wirklich empfehlenswert auf diese Hinweise Acht zu geben!

Recht - Zusammengefasst

  • Achten Sie darauf, dass nur ihr eigenes Grundstück aufgenommen wird und nicht ein kleinster Teil eines Fremdgrundstücks gefilmt wird.
  • Informieren Sie betroffene Personen über die Überwachungskamera, noch bevor sie den gefilmten Bereich betreten, z.B. mit einen Warnschild (Preis auf Amazon prüfen).
  • Sichern sie die gesammelten Daten ab, damit diese nicht von unbefugten verwendet werden können.
  • Löschen sie alte Aufnahmen regelmäßig.